The Brain, Wissensdatenbank
Die Wissensbasis der KI: Artikel anlegen, Quellen anbinden, RAG-Bewertungen verstehen (Nutzbar, Rewrite, Ausgeschlossen, Ungeprüft) und automatisches Lernen aus gelösten Fällen.
The Brain ist die Wissensbasis, auf die sich der KI-Agent stützt. Ohne eigenes Wissen arbeitet er mit Allgemeinwissen über IT. Mit eurem Wissen kennt er euren Drucker, euer VPN und eure Sonderfälle.
Zu finden unter Analyse → The Brain.
Wie die KI das Wissen nutzt
- Aus der Frage wird ein Suchvektor gebildet.
- Passende Artikel werden gesucht und neu sortiert.
- Eine Relevanzprüfung wirft weg, was nur ähnlich klingt.
- Der Rest kommt als Kontext in den Prompt.
Entscheidend: Wissen ist Kontext, nie fertige Antwort. Der Agent zitiert keine Textbausteine, sondern nutzt sie zum Denken. Genau deshalb zählt Qualität mehr als Menge.
Quellen
| Quelle | Wofür |
|---|---|
| Manuell | Selbst geschriebene Artikel, die höchste Qualität, weil auf euren Fall zugeschnitten |
| Jira Tickets | Gelöste Tickets als Erfahrungsschatz |
| Connectors | Confluence, SharePoint, Notion, bestehende Dokumentation wird eingelesen und aktuell gehalten |
Verbinden unter Tools → Integrationen. Siehe Integrationen (Jira, Confluence).
Artikel anlegen
Neuer Artikel in The Brain. Was einen guten Artikel ausmacht:
- Ein Problem pro Artikel. Nicht „Netzwerkprobleme", sondern „VPN trennt nach 8 Stunden".
- Symptom zuerst, mit dem Wortlaut, den Nutzer verwenden, danach sucht der Agent.
- Schritte in der richtigen Reihenfolge, mit konkreten Befehlen.
- Voraussetzungen und Grenzen nennen: „gilt nur für Windows 11", „nur im Standortnetz".
- Kurz halten. Lange Artikel werden in Abschnitte geschnitten; ein Abschnitt, der seinen Kontext verliert, hilft nicht.
RAG-Bewertungen verstehen
Jeder Artikel bekommt eine Bewertung, ob er für die KI-Suche taugt. Die Filter oben zeigen sie:
| Bewertung | Bedeutung | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Nutzbar | Klares Problem, klare Lösung | Nichts |
| Rewrite | Inhalt brauchbar, Form schlecht, verschachtelt, unklares Symptom | Überarbeiten |
| Ausgeschlossen | Für Retrieval unbrauchbar, z. B. reine Verlinkungsseiten | Belassen oder löschen |
| Ungeprüft | Noch nicht bewertet | Wird bei der nächsten Prüfung eingeordnet |
Viele „Rewrite"-Artikel sind ein Signal: die importierte Dokumentation ist für Menschen geschrieben, nicht für Abruf. Meist lohnt es, die 20 häufigsten Fälle neu zu schreiben, statt 500 Seiten zu importieren.
Automatisches Lernen
Unter Einstellungen → KI-Funktionen gibt es Automatisches Lernen standardmäßig aus.
Ist es an, werden abgeschlossene Sitzungen nachts ausgewertet. Übernommen wird nur, was mehrfach beobachtet und bestätigt wurde, jeweils mit Herkunftsnachweis. Widersprüche zu bestehendem Wissen werden zur menschlichen Prüfung markiert, nie automatisch gelöscht.
Empfehlung: erst einschalten, wenn genug echte Fälle vorliegen und jemand die Vorschläge regelmäßig durchsieht.
Was der Agent aus einzelnen Fällen mitgenommen hat, steht unter Berechtigungen → Lernen.
Playbook-Katalog
Der zweite Schalter unter KI-Funktionen. Der Agent erhält dann eine kompakte Liste aller Playbooks und lädt Details nur bei Bedarf, statt alles vorab zu bekommen. Das verkleinert den Kontext und verbessert die Auswahl in langen Gesprächen. Experimentell.
Pflege in der Praxis
| Rhythmus | Aufgabe |
|---|---|
| Nach jedem eskalierten Fall | Gab es eine Lösung, die es noch nicht gibt? Anlegen |
| Wöchentlich | Filter Rewrite durchsehen und die häufigsten überarbeiten |
| Monatlich | Veraltete Artikel löschen, falsches Wissen ist schlimmer als keines |
| Nach Änderungen an der Infrastruktur | Betroffene Artikel korrigieren |
Grenzen
- Verbundene Quellen werden synchronisiert, nicht dupliziert, was in Confluence falsch steht, kommt falsch an.
- Zugangsdaten in Artikeln sind ein Sicherheitsproblem: die KB ist kein Passwortspeicher.
- Es gibt keine Freigabeworkflows für KB-Artikel; wer Zugriff hat, schreibt direkt.