Updates & Versionen

Wie Updates heute wirklich ankommen: Der Client meldet neue Versionen, installiert sie aber nicht selbst. Prüfzeitpunkte, gestaffelter Rollout, Flottenkontrolle und Wege, Versionen aktiv zu verteilen.

Der wichtigste Satz dieser Seite: Der Client meldet neue Versionen, er installiert sie nicht selbst. Ohne Klick auf den Update-Banner bleibt ein Gerät auf seiner Version, beliebig lange. Plane Updates als aktive Verteilung, nicht als Selbstläufer.

Was tatsächlich passiert

  1. Wir veröffentlichen eine Version; sie liegt zum Download bereit.
  2. Der Client prüft, ob für sein Gerät eine neuere Version freigegeben ist.
  3. Findet er eine, zeigt er einen Update-Banner im Fenster.
  4. Erst ein Klick auf diesen Banner lädt und installiert.
  5. Unter Windows verlangt die Installation zusätzlich eine UAC-Bestätigung; danach startet die App neu.

Fehlt Schritt 3 oder 4, passiert nichts. Bei einem Tray-Programm, das niemand öffnet, ist genau das der Normalfall.

Wann geprüft wird

Zeitpunkt Bedingung
Beim Start der App Immer
Beim Fensterfokus Gedrosselt, also nicht bei jedem Klick
Über das Tray-Menü „Nach Updates suchen"

Es gibt keinen periodischen Timer. Läuft die App als Autostart minimiert im Tray und niemand öffnet das Fenster, findet nach dem Start kein weiterer Check statt.

Gestaffelter Rollout

Veröffentlichungen können prozentual und mandantenspezifisch ausgerollt werden. Ein Gerät fällt aufgrund seiner Kennung in eine Rollout-Gruppe, deshalb sehen manche Geräte eine Version, andere noch nicht. Das ist Absicht und kein Fehler.

Als Kunde bekommst du: allgemeine Freigaben automatisch, Beta-Versionen nur, wenn sie für deinen Mandanten freigegeben sind. Beta-Builds stehen unter Tools → Client-Download und sind bewusst nicht über die öffentliche Installations-URL erreichbar.

Versionsstand der Flotte prüfen

Verlässlich ist genau eine Stelle: die Spalte Client-Version in der Geräteliste (Geräte). Sortiere danach und du siehst sofort, wer hinterherhängt.

Fallstrick: Der Zeitstempel neben der Version ist kein Update-Zeitpunkt, er wird bei jedem Kontakt des Geräts angefasst. Für die Frage „wann wurde aktualisiert" ist er unbrauchbar.

Updates aktiv verteilen

Solange die Installation einen Klick braucht, sind das die praktikablen Wege:

Weg Aufwand Für
MSI über RMM/Intune verteilen Gering pro Welle Windows-Flotten, der zuverlässigste Weg
Nutzer bitten, den Banner zu klicken Kommunikation Kleine Teams
Tray-Menü „Nach Updates suchen" Pro Gerät Einzelfälle, Support-Anruf
Neuinstallation über Installationsbefehl Mittel Geräte, die weit zurückliegen

Die MSI-Verteilung ist derselbe Befehl wie beim Rollout, siehe Client in der Fläche ausrollen. Eine Installation über eine bestehende Version aktualisiert sie.

Empfohlene Routine

Monatlich: Geräteliste nach Version sortieren, Rückstand feststellen, Welle über RMM verteilen.

Bei kritischen Updates: nicht auf Banner-Klicks warten, direkt verteilen. Kritische Veröffentlichungen sind unter Client-Download entsprechend gekennzeichnet.

Nach jeder Welle: nach 24 Stunden Versionsspalte kontrollieren.

Wenn ein Update hängt

Siehe Update hängt oder passiert nicht.

Kompatibilität

Server und Client sind so ausgelegt, dass ältere Clients weiter funktionieren, ein Gerät auf einer alten Version verliert also nicht plötzlich den Support. Es fehlen aber Fehlerbehebungen und neue Funktionen. Ein Rückstand von mehr als zwei Nebenversionen ist ein Grund, aktiv zu verteilen.